Donnerstag, 8. August 2013

Von Coffs Harbour nach Noosa – weiter den Wellen hinterher

Am Hafen von Coffs Harbor, der zwar klein aber trotzdem recht hübsch ist, machen wir einen kurzen Spaziergang und sehen dabei sogar WaleJ. Anschliessend geht es weiter nach Ballina, wo es einen sehr schönen Strand gibt. Von Ballina fahren wir zum Lennox Head, einem legendären Surfspot. Danach geht’s weiter nach Byron Bay, wo wir mitten im Dörfchen und direkt am Strand einen super Campingplatz finden. Im Beach Hotel gönnen wir uns einen Apéro mit Blick auf den Strand. Die nächsten zwei Tage klappern wir die Strände von Byron Bay ab, hören Strassenmusikern zu und geniessen die gechillte Atmosphäre. Von Byrom Bay geht’s weiter nach Burley Heads, von dem wir irgendwie drei Tage nicht wegkommen. Am ersten Tag besuchen wir das Currumbin Wildlife Sanctuary, wo wir ganz viele typisch australische Tiere sehen. Neben Koalas und Kängurus gibt’s da auch Tasmanische Teufel, Echidnas, Dingos, Wombats, Emus und viele mehr. Die Kängurus kann man sogar füttern (aber manche sabbern ganz schön) und wir können einen Koala halten. Am nächsten Tag machen wir einen Ausflug nach Surfers Paradise, das sich als weniger paradiesisch entpuppt als der Namen erahnen lässt. Statt einem kleinen verträumten Surferparadies, reiht sich ein Wolkenkratzer an den anderen. Von Surfers Paradise fahren wir weiter nach Brisbane. Eine schöne Stadt, mit hübschen Gebäuden und einer quirligen Fussgängerzone. Von Brisbane gelangen wir dann nach Noosa. Dort schlafen wir auf einem Campingplatz, der eigentlich schon voll ist. Da jedoch eine sehr grosse Nachfrage herrscht, werden die Parkplätze auch noch vermietet. Ausser uns stehen Ende Abend noch sechs weitere Jucys auf dem Platz. Noosa ist eigentlich in drei Teile gegliedert, die von verschiedenen Meeresarmen voneinander getrennt sind. Das verleiht Noosa seinen ganz besonderen Charme.
Coffs Harbour

Byron Bay



Wombat

Brisbane

Noosa

Happy Birthday to us!!!

An unserem Geburtstag besuchen wir ein Koalahospital in Port Macquire. Hier werden Koalas nach Autounfällen, Buschbränden oder sonstigen Krankheiten, ehrenamtlich wieder aufgepäppelt und wenn möglich wieder zurück in die Freiheit entlassen. Bis auf 3 Babys, die nicht von ihren Müttern akzeptiert wurden und jetzt das Klettern und Fressen im Hospital lernen, handelt es sich bei den anderen Koalas um Langzeitpatienten. Da ist z.B. Barry, der wegen einer Wirbelsäulenverkrümmung nicht mehr richtig klettern kann und Probleme beim Atmen hat oder Kaley, der ein Beinchen und ein Auge fehlen. Das hindert sie aber nicht daran fröhlich im Gehege rumzuklettern. Nach dem Krankenbesuch geht’s weiter nach Coffs Harbour, wo wir zur Feier des Tages schön Essen gehen wollen. Auf dem Campingplatz wird uns die Greenhouse Taverne empfohlen. Was sich wie ein kleines nettes Pub anhört, stellt sich als mensaartige Massenabfertigung heraus. Zurück auf dem Campingplatz gönnen wir uns dann noch einen leckeren Geburtstagskuchen (nein, den haben wir nicht selbst gebacken. Wo es keinen Herd gibt, gibt es schon gar keinen Backofen!).

Barry

Kaley

Eins der drei Koala Babys

HappyBirthday!

Dienstag, 6. August 2013

Von Manly nach Port Macquire - den Wellen hinterher

Nach der ersten Nacht im Jucy geht`s in Narrabeen an den Strand bevor wir nach The Entrance fahren. Obwohl wir nicht genau wissen, was für ein Eingang damit gemeint ist, beschliessen wir hier zu übernachten. Schlechte Wahl. Die beiden Campingplätze die es hier gibt haben beide um 17:00 Uhr schon geschlossen. Bei einem können wir aber glücklicherweise eine Angestellte abfangen, welche uns noch einen Platz gibt. Beim Versuch Abendessen zu kochen, stellen wir fest, dass die Campkitchen aus Spühle, Wasserkocher und einem Elektrogrill besteht. Fällt euch was auf? Richtig, es gibt keinen Herd. Also essen wir bereits am zweiten Abend unsere Notfall Cup Noodles. Der Camping-Gott ist uns auch am nächsten Tag nicht wohlgesinnt. Nach einem schönen Tag am Strand sind wir auf dem Weg nach Newcastle. Dort müssen wir feststellen, dass es keinen Campingplatz gibt und fahren zurück nach Redhead. Der Campingplatz da vermietet jedoch nur noch Dauercampingplätze. Also müssen wir noch weiter zurück nach Belmont fahren, wo der erste Campingplatz ausgebucht ist. Beim zweiten haben wir mehr Glück und ergattern den letzten Platz. Ein Ensuite Platz, das heisst wir hatten unser eigenes Badezimmer. Luxus! Bei der Küche sieht`s leider wieder schlecht aus. Heute kochen wir auf einer Art Gasgrill. Dauert auch nur etwa 2 Stunden da der Grill alle 10 Minuten ausgeht und nie richtig heiss wird. Am nächsten Tag stoppen wir dann wirklich in Newcastle, sind aber ein wenig enttäuscht. Abgesehen vom Merewether und Nobby`s Beach hat die Stadt nicht viel zu bieten. Unsere Nacht verbringen wir in Anna`s Bay zwischen Eukalyptusbäumen, wo es auch Koalas geben soll. Leider sehen wir keine. Am Tag drauf geht nach einer Surfsession am schönen One Mile Beach auf die Worimi Conservationlands, die grösste bewegliche Sanddüne der südlichen Hemisphäre mit 35 km Länge. Nach einem kurzen Walk auf der Düne fahren wir weiter nach Port Macquire, wo wir das erste Mal in unserem Jucy Sushi machen.
Redhead Beach


Newcastle

Worimi Conservationlands

Dienstag, 23. Juli 2013

Sydney - mehr als nur Opernhaus

Wie gesagt, mit dem Zug geht es weiter nach Sydney. Wir wollen nur mal festhalten, dass nicht nur unsere Bahnen zu Hause kompliziert sind, die in Australien ist es auch. Vor allem, wenn man Gepäck aufgeben will! Beim ersten Versuch werden unsere Rucksäcke abgelehnt, weil wir sie in ihre Schutzhüllen gepackt haben und der (nur ca 120kg schwere) Mann hinterm Schalter meint, das könnten sie so nicht heben, da wär ja kein richtiger Griff dran. Beim zweiten Versuch war dann Chris Rucksack zu schwer. Die Herren können nämlich nicht mehr als 20kg heben. Das ist ja generell in Ordnung, aber ist es wirklich so sinnvoll die Gepäckbegrenzung anders zu machen als bei den meisten Fluggesellschaften weltweit? Immerhin sind es ja oft Touristen, die mit dem Zug fahren und entsprechend Gepäck haben, das 23kg wiegt, so wie es im Flieger erlaubt ist. Naja, nachdem wir dann ein paar Sachen aus- und ins Handgepäck umgepackt haben, wird unser Gepäck dann beim mittlerweile dritten Versuch angenommen. Ganz ehrlich, wenn es wieder nicht geklappt hätte wär ich dem Herrn auch über die Theke gesprungen! Das Personal im Zug ist dafür umso netter und man hat richtig viel Beinfreiheit! Nach 11 ½ Stunden kommen wir dann in Sydney an. Auch unser Gepäck kommt in gutem Zustand an und wider unserer Befürchtungen sind keine Schnallen oder Laschen abgerissen, auch ohne Schutzhülle. Vom Hauptbahnhof fahren wir dann mit dem Zug zum Kings Cross, dem Rotlichtviertel von Sydney, wo wir ein Backpackers reserviert haben. Zu unserer grossen Überraschung bekommen wir sogar ein Zimmer mit eigenem Bad. Die Türkonstruktion ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Es ist eine Schiebetür (sieht aus wie der Pax bei IKEA), die aber nur in einer Schiene oben läuft. Unter schleift man die Tür einfach auf dem Linoleumboden rum. Zu geht’s ja noch einigermassen, aber raus kommt man aus dem Bad ohne fremde Hilfe nicht mehr. Also wenn man nachts auf’s Klo muss, muss man erst den anderen wecken, damit er einen wieder aus dem Bad lässt, sonst muss man in der Dusche schlafen! J
An unserem ersten Tag in Sydney, spazieren wir vom Kings Cross über die Woolloomooloo Bay, durch den Hyde Park und den Botanischen Garten zum Opernhaus. So imposant es von der Seite oder vom anderen Ufer aussieht, so ernüchternd sieht es von vorne aus. Da sieht man nämlich nur die erste der übereinander geschichteten Muscheln. Und auch die Lobby ist nicht so pompös, wie wir sie uns vorgestellt hätten. Ist eher so siebziger Jahre Waschbeton, so wie im Foyer des Maria von Linden Gymnasiums. J Innen im Konzertsaal ist es bestimmt viel schöner, aber  den sehen wir leider nicht. Nachdem wir viel zu teuer, aber sehr lecker und mit tollem Blick auf den Hafen und die schöne Seite der Oper, im Opera Kitchen zu Mittag gegessen haben, überqueren wir die Harbour Bridge und geniessen den Postkartenblick auf’s Opernhaus vom anderen Ufer aus. Nachdem wir dann ein bisschen am Hafen herum gebummelt sind und in einem bayrischen Lokal Bier und Radler getrunken haben (die haben alle in Dirndl und Lederhosen bedient, sehr süss!) überqueren wir die Brücke ein zweites Mal, um uns das Operhaus beleuchtet anzuschauen.
Den zweiten Tag beginnen wir mit einem Besuch auf dem Paddy’s Market. Wieder so ein verrückter Markt, wo es einfach alles gibt. Nicht nur Obst und Gemüse, auch Souvenirs, Spielzeug, Anziehsachen und so Ganzkörper-Plüsch-Kostüme, scheinen hier der Renner zu sein, die gibt es nämlich in allen möglichen Varianten: Kuh, Pinguin, Löwe, Giraffe, Affe…eigentlich fast jedes Tier!
Durch Chinatown kommen wir dann zum Fischmarkt, der nach Tokio der grösste der Welt sein muss. Der Bereich, den man als Normalsterblicher sieht, wirkt zwar gar nicht so gross, aber der industrielle Markt scheint riesig zu sein. Natürlich können wir nicht widerstehen und gönnen uns hier eine tolle Fischplatte, auf die alle Möwen auf der Terrasse neidisch sind. Vom Fischmarkt aus spazieren wir dann den Darling Harbour entlang und zum Dawes Point, von wo man die Harbour Bridge und das Opernhaus aus einem anderen Winkel sieht.
Am dritten Tag bewegen wir uns etwas weiter aus Sydney’s Zentrum heraus und besuchen den Bondi Beach, der so etwa der Venice Beach von Sydney ist. Obwohl es nicht grade heiss ist, tummeln sich jede Menge Menschen am Strand, auf der Promenade und in den Cafés. Kleine coole Kids trainieren im Skate Pool (wenn’s eins davon meins gewesen wäre, hätt‘ ich sicher Schweissausbrüche bekommen – krass, was die kleinen Knirpse sich trauen!) und Erwachsene, die besonders stolz auf ihren Körper sind, trainieren einfach so auf der Promenade oben ohne, damit man sie ja nicht übersieht. J
Nachdem es dunkel geworden ist und der Strand sich langsam leert, fahren auch wir wieder zurück in die Stadt und gehen am Kings Cross essen, direkt gegenüber vom Cola Sign, das extra im Lonely Planet erwähnt wird, aber eigentlich nix anderes ist als eine grosse Leuchtreklame.

Am nächsten Tag holen wi dann unseren Jucy ab. Mittlerweile haben wir das Gefühl, wenn man die stress-free Versicherung nimmt, geben sie einem die besonders alten Gurken, aber vom Innenausbau ist dieser eigentlich fast geschickter als unser Jucy in Neuseeland. Wenn er nur nicht so nach Kupplung stinken würde (nein, das ist nicht unsere Schuld, es ist ein Automatik, wir würden ja gern früher schalten, wenn wir könnten!)!  Und so begeben wir uns, nachdem wir unsere Gepäck im Hostel angeholt haben, auf den grossen Roadtrip. Ok, arg weit kommen wir am ersten Tag nicht. Eigentlich nur bis Manly, wo es uns sehr gut gefällt und wo wir unseren ersten grossen Einkauf für die Reise bei ALDI machen, wer hätte das gedacht?!?






Mittwoch, 17. Juli 2013

Melbourne - oder Verwandtschaft und Bekanntschaft

Nach vier Stunden Flug landen wir in Melbourne und werden von Jacqueline und Judith in Empfang genommen, bei denen wir während unserer Zeit in Melbourne wohnen dürfen. Bei leckerem Sushi wird gequatscht und unsere Melbourne Sightseeing Tour geplant. Am nächsten Tag holen uns dann gegen Nachmittag Chris‘ Grossonkel Zio Mario und dessen Schwiegersohn Tony ab und zeigen uns ein bisschen die Stadt und vor allem die Küste mit tollem Blick auf Melbourne. Anschliessend fahren wir zu Tony nach Hause, wo wir ganz herzlich von der Familie, die weder Chris noch ich bisher kennen, in Empfang genommen werden lecker verköstigt werden. Inklusive heisser Maroni und selbstgebrautem Bier von Zio Mario. Sie versuchen uns in die Geheimnisse des australischen Footballs einzuführen, allerdings ist ausser dem hektischen Getrippel (als wenn er ganz doll auf’s Klo müsste) eines Spielers beim Freistoss (oder so) nicht allzuviel hängen geblieben. Abends bringt uns Tony, nach ein paar schönen Stunden und um ein paar liebe Familienmitglieder reicher wieder zurück zu den Girls.
Am nächsten Tag machen wir mit den Girls Melbourne unsicher. Wir schlendern über den Queen Victoria Market, auf dem es von Obst und Gemüse bis zu batteriebetriebenen Plüschhunden alles gibt, besuchen das spannende Melbourne Museum, gehen Pizza essen und abends noch auf ein kleines Konzert in einer französischen Creperie.
Am, mittlerweile, dritten Tag fahren wir mit den Girls und Harris nach Phillip Island, wo wir ein Koala Conservation Center besuchen und ganz viele süsse, knuddelige Koalas auf den Bäumen sehen. So ein Koala hat’s schon gut, die dürfen bis zu 20 Stunden am Tag schlafen (Anmerkung Nina: ich glaub wenn ich ein Tier wär, wär ich ein guter Koala). Aber wir haben Glück und erwischen sogar einen der wach ist (immerhin für 10 Minuten), seine Schlafposition ändert und sich was zu fressen sucht. Von den Koalas geht es dann weiter zu den kleinen Little Penguins (die heissen wirklich so). Da ist es wie im Kino, du kannst Popcorn kaufen und dann sitzen alle Leute auf Tribünen am Strand und warten bis es dunkel wird und die Pinguine vom Jagen aus dem Meer zurückkommen. Den Namen Little Penguin tragen sie zu Recht, denn so ein Pinguin ist nicht viel grösser als 30cm und man muss schon genau hinschauen, um sie aus dem Wasser kommen zu sehen.

An unserem letzten Tag in Melbourne geht’s dann ins Stadtzentrum, wo wir den Federation Square, Streetart, Shoppingmeile  und die Docklands mit dem grossen Casino anschauen. Abends werden wir nochmal ganz lecker bekocht und nach vier schönen Tagen mit den Girls heisst es wieder Rucksack packen. Am darauffolgenden Morgen geht es dann mit dem Zug nach Sydney. Auf der 11 ½ stündige Fahrt durch’s Hinterland haben wir sogar schon die ersten Kängurus gesehen!
Melbourne aus der Ferne

Zio Mario, Tony und Chris


Queen Victoria Market




Mit den Girls auf der Purse


Dienstag, 16. Juli 2013

Neuseeland - der Norden Teil 2

Von Rotorua geht es dann wieder an die Küste. Zuerst nach Mount Maunganui, einem süssen, kleinen Stranddörfchen am Fusse des Vulkans Maunganui und dann zur Coromandel Halbinsel. Dort haben wir, neben vielen „normalen“ Stränden auch einen ganz besonderen Strand besucht. Den Hot Water Beach. An diesem Strand fliessen heisse Quellen unterirdisch ins Meer. Also sind auch wir bei Ebbe an den Strand gepilgert, haben uns einen Spaten auf dem Campingplatz gemietet und uns unseren eigenen Jacuzzi gegraben. Das mit dem Graben ist allerdings nicht ganz so einfach, denn nicht überall an dem Strand gibt es heisse Strömungen. Der erste Versuch ist dann auch nicht ganz so erfolgreich und das Wasser nur lauwarm. Wir haben aber Glück und ein älteres Ehepaar verlässt grade den Strand und so können wir ihren Jacuzzi übernehmen. J Wenn man dann wirklich eine heisse Quelle erwischt hat (oder in unserem Fall geerbt)ist man froh um jede Welle die vom Meer in den Jacuzzi schwappt und ein bisschen kühleres Wasser mit sich bringt.
Nach unserem morgentlichen Bad geht es dann zum Cathedral Cove, einem riesengrossen Felsen am Meer, mit einer kapellartigen Höhle. Sehr hübsch und malerisch am Strand gelegen!
Von der Coromandel Halbinsel geht es dann weiter zur Bay of Islands, von der wir aber, ehrlich gesagt, ein bisschen enttäuscht waren. Wir haben uns darunter eine schöne grosse Bucht mit vielen kleinen Inselchen vorgestellt, was sie an und für sich ja auch ist. Allerdings kann man viele der Inseln gar nicht vom Land aus sehen und muss eine recht teure Segelfahrt buchen. Dennoch ist vor allem Russell, ein Örtchen auf einer Halbinsel in der Bay of Island, sehr hübsch und auch nicht so sehr von Touristen bevölkert wie das gegenüberliegende Paihia.

Von der Bay of Island geht es dann wieder zurück in Richtung Süden, nach Auckland, wo wir unseren Jucy wieder abgeben müssen und vom Auto ins Backpackers umsteigen. Auckland gefällt uns richtig gut und wir haben sogar meistens Glück mit dem Wetter! Nach einer ausgiebigen Stadttour (zu Fuss!) am ersten Tag, erklimmen wir am zweiten Tag noch den Mount Eden, der höchste der Vulkane von Auckland, von dem man einen schönen Blick auf die Stadt und das Meer hat und dessen Spitze ein symmetrischer, im Durchmesser 50m grosser Krater ziert. Und schon ist unser Monat in Neuseeland vorbei und es geht mit dem Flieger weiter nach Australien!
Mount Maunganui

Baden am Hot Water Beach

Cathedral Cove

Bay of Islands von Paihia aus

Mount Eden

Auckland's Skyline

Donnerstag, 27. Juni 2013

Neuseeland - der Norden Teil 1



Mit der Fähre geht es dann von Picton nach Wellington. Auf dem Weg durch die Fjorde hinaus ins offene Meer werden wir von Delfinen begleitet. Fröhlich schwimmen sie am Bug des Schiffs entlang und springen und schlagen Salti in den Wellen.
Nach drei einhalb Stunden kommen wir dann in Wellington an. Mittlerweile ist es schon dunkel und wir beschliessen das Sightseeing auf morgen zu verschieben. Also suchen wir nach einem Campingplatz, was in der Stadt nicht immer ganz einfach ist. Ein bisschen ausserhalb finden wir dann einen und merken auch sofort an den Preisen, dass wir in einer Grossstadt sind…Am nächsten Morgen schauen wir uns das sehr hübsche Wellington an, bevor wir entlang der Westküste bis nach Wanganui fahren. Am Abend trinken wir verbotener Weise Wein am Strand (Alkohol in der Öffentlichkeit ist hier an vielen Orten verboten und wird auch bestraft, wenn man erwischt wird, aber uns hat keiner gesehen) und geniessen den Sonnenuntergang. Leider müssen wir zugeben, dass wir bis jetzt noch keinen guten neuseeländischen Wein getrunken haben, obwohl Neuseeland doch dafür bekannt ist. Ach ja, Wein ist hier so ne Sache…als wir letztens eine Flasche Wein kaufen wollten, bin ich (Nina) doch tatsächlich nach meinem Ausweis gefragt worden…hallo? Seh ich aus wie 16? Gut, man muss zu Recht sagen, dass die Verkäuferinnen hier alle fragen müssen, die jünger aussehen als 25. Ist ja also fast ein Kompliment. Da ich meinen Ausweis schön brav in unserem Jucy versteckt hatte, gab’s an dem Tag eben keinen Wein. Aber es gibt noch eine Steigerung: Chris ist auch schon nach seinem Ausweis gefragt worden, hatte aber nur den Führerschein dabei (an für sich ja kein Problem), da sagt Madame an der Kasse doch tatsächlich zu ihm, dass das nicht reicht, sie bräuchte einen Führerschein aus Neuseeland von ihm…ähm, wie bitte? Wie dumm von uns, dass wir nicht daran gedacht haben einen Führerschein für jedes Land zu machen…Flexibilität ist jetzt nicht grade ihre Stärke, aber nachdem wir ihrem Vorgesetzten das Geburtsdatum gezeigt haben (ist ja eigentlich nicht so schwer zu finden, sie benutzen ja hier die gleichen Zahlen…), durften wir den Wein auch kaufen. Und ratet mal was? Ja, er war scheusslich!!! Der ganze Aufwand umsonst!!!
Nun ja, aber weiter im Text…am nächsten Tag fahren wir den Highway 45, der als Surfer Highway bekannt ist, entlang. Von Strand zu Strand wird es allerdings immer enttäuschender und die Wellen immer kleiner. Erst kurz vor New Plymouth kann Chris sein Surfbrett auspacken und sich in die, naja, nicht gerade mächtigen, Wellen stürzen.
Von New Plymouth aus geht es dann ins Landesinnere. Zuerst nach Waitomo, das besonders für seine Höhlen bekannt ist. Unter dem Ort gibt es über 300 Höhlen und eine davon, die Glühwürmchen Höhle, haben wir uns angeschaut. Zwischen Stalakmiten und Stalagtiten geht es durch die sogenannte Kathedrale, einer riesigen Höhle in der auch tatsächlich Trauungen und Konzerte veranstaltet werden, geht es ins Dunkle. Unter einem Felsvorsprung sehen wir zum ersten Mal die Glühwürmchen mit ihrem grün-leuchtenden Popo. Die Führerin leuchtet dann mit ihrer Taschenlampe in den Vorsprung hinein, so dass wir auch die Fäden mit den klebstoffartigen Tropfen zum Beutefang sehen können. Danach geht’s dann zum Highlight der Höhle, der Fahrt über einen unterirdischen See im Stockdunkeln nur im Schein der Glühwürmchen! J
Ist total schön und wenn sie nicht so grün leuchten würden, könnte man fast denken man wäre unterm Sternenzelt.
Wieder draussen aus der schönen trockenen Höhle und erneut im Regen (also um das Wetter muss uns momentan niemand beneiden!) fahren wir weiter ins Landesinnere bis nach Rotorua, das bekannt für seine geothermalen Aktivitäten ist. Sobald man aus dem Auto aussteigt, kann man das auch erahnen oder besser: erriechen. Im ganzen Ort riecht es wie in einem Schwefelbad und wenn man durch die Umgebung fährt sieht man immer wieder Dampfschwaden in den Himmel steigen. Hier erwischen wir sogar einen Campingplatz mit beheiztem Schwimmbad und Jacuzzi, was wir beides abends genüsslich ausnutzen. Zur Abwechslung mal warmes Wasser statt Dauerregen!
Am nächsten Morgen düsen wir dann zum Wai-O-Tapu Park. In diesem befinden sich Geysire und jede Menge thermale Quellen und Seen. Laut einem Prospekt soll jeden Tag um viertel nach zehn der Lady Knox Geysir ausbrechen. Ja, ok, da hätten wir skeptisch werden sollen…jedenfalls schaffen wir es pünktlich um 10:10 Uhr am Geysir zu sein und natürlich schüttet einer aus dem Park irgendein laugenartiges Pulver in den Geysir um das Ausbrechen hervorzurufen. Naja, was soll’s ist trotzdem beeindruckend. Vor allem wenn man daran denkt wie der Geysir entdeckt wurde: Vor vielen Jahren war auf dem Gelände des heutigen Parks ein Gefängnis. Ein paar Gefangene entdeckten den Geysir (warum die da draussen rumgelaufen sind ist mir allerdings nicht ganz klar…) oder besser gesagt einen Krater mit warmem Wasser. Also beschlossen sie von da an ihre Wäsche dort zu waschen. Eines Tages, als sie wiederholt die Wäsche und die Seife in den Krater steckten, begann der Geysir plötzlich auszubrechen…die müssen ganz schön dumm aus der Wäsche gekuckt haben J! Naja, jedenfalls wissen sie seitdem, dass Seife den Geysir zum Ausbrechen bringt und machen das jeden Morgen mit ihm. Nachdem sich der Geysir wieder beruhigt hat, machen wir uns auf den Rest des Parks, natürlich auch im Regen, zu erkunden. Wir hatten keinen Schimmer wie bunt solche Seen sein können!!! Der Champagner Pool ist smaragdgrün mit einem knallorangefarbenen Rand und das Devil’s Bath giftgrün! Und alle blubbern so verlockend vor Hitze…schade, dass sie teilweise ätzend sind!

Weil wir ja nach dem anderthalb stündigen Rundgang im Park noch nicht nass genug sind, beschliessen wir noch ins Rainbow Springs zu gehen. Das ist ein Park mit einheimischen Vögeln und Fischen und eigentlich gehen wir nur wegen der Kiwis dorthin. Da die putzigen Kerlchen aber nachtaktiv sind, können wir sie nur im nocturnal house sehen. Wie heisst das eigentlich auf Deutsch? Nachthaus klingt irgendwie komisch und Kiwi Darkroom bringt einen auf falsche Gedanken und ist ja ausserdem auch Englisch…Wie auch immer, im nocturnal house haben wir immerhin einen Kiwi gesehen. Die sind sooo niedlich und man fragt sich immer wie die das Gleichgewicht halten können, beim Laufen. Das sieht extrem lustig aus. Ihr müsst sie unbedingt mal googlen, da sie ja nachtaktiv sind, darf man sie natürlich nicht mit Blitz fotografieren (ok, man darf sie überhaupt nicht fotografieren). Am Abend kommen wir dann nochmal wieder, denn bei Dunkelheit wird das Freigehege zugänglich gemacht und hier haben wir wirklich 3 von 4 Kiwis fröhlich durch die Gegend wackeln, Würmer fressen und Nest bauen sehen. Wie gesagt, unbedingt googeln die putzigen Dinger!